Welt-Zöliakietag in Nürnberg 2011

Am 22. Mai 2011 reisten viele Menschen aus der ganzen Bundesrepublik Deutschland nach Nürnberg, um am Welt-Zöliakie-Tag mit dem Motto „Mit dem Brot auf Reisen“ teilzunehmen. Bereits viele Woche und Monate liefen die Vorbereitungen in Nürnberg.Flyer der DZG (Deutschen – Zöliakiegesellschaft) wurden in der Gastronomie verteilt, Hotels wurden angefragt, ob sie ein glutenfreies Frühstück anbieten und unglaubliche viele Menschen freuten sich auf diesen Tag. Über Twitter und Facebook wurde sich darüber ausgetauscht und man verabredete sich. Wann bietet sich schon mal die Möglichkeit, Menschen, mit denen ein reger Austausch über die Social Mediakanäle stattfindet, ganz in echt zu treffen.Kennen zu lernen, auszutauschen, einen Tag miteinander glücklich zu sein.

Am Treffpunkt in der Innenstadt bekam jeder ein Begrüßungspaket mit vielen leckeren glutenfreien Produkten in einer großen Tasche überreicht, orangene Mützen machten jeden einzelnen Teilnehmer zu etwas GLEICHEM. Machten deutlich, wir sind gleich, wir gehören zusammen, wir teilen etwas! Das mag an dieser Stelle komisch klingen, denn sonst geht es doch in der Gesellschaft häufig darum, gerade etwas Besonderes zu sein.
Als Mensch mit Nahrungsmittelintoleranz oder Zöliakie ist man immer besonders, fällt immer auf, braucht immer ein anderes Essen und fühlt sich oftmals in der Gesellschaft ausgegrenzt und von der Seite schief angeschaut. Da wächst der Wunsch, einfach mal so zu sein, wie die Anderen. Gleich zu sein, dazuzugehören, Teil einer Gemeinschaft zu sein und nicht aufzufallen.
An diesem Tag war das möglich! Teil einer Gemeinschaft, teil der Gesellschaft, mitten drin, so wie ich bin, völlig intolerant gegenüber Gluten.
In einem großen Zug ging es durch die Innenstadt zum Jakobsplatz.
Viele Buden und Verkaufstände der einzelnen Firmen für glutenfreie Produkte zeigten, was es Neues auf dem Markt gibt. Glücksrad hier, probieren da, kaufen dort. Der Andrang war riesig und man fragte sich, wie so viele Menschen auf diesen kleinen Platz passten. Es hatte gewissermaßen etwas Symbolisches, denn man rückte zusammen, wurde Teil von etwas Großem, in dem man nicht mehr anders war, sondern an diesem Tag einfach mal, gleich.

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